Vilkyciai 2026

Podestplatz in Vilkyciai: Ein harter Kampf um den Sieg

Datum: 06. – 07. Juni 2026

Ort: Vilkyciai, Litauen

Serie: FIA European CrossCar Championship 2026

Was für ein intensives und erfolgreiches Wochenende in Litauen! Die Strecke in Vilkyciai hat wieder einmal alles abverlangt, aber am Ende fahre ich mit einem fantastischen 2. Platz im Finale und wichtigen Punkten für die Meisterschaft nach Hause.

Starker Auftakt im Warm-up und Qualifying

Das Wochenende begann für mich am Samstag optimal. Ich fand direkt den perfekten Rhythmus auf der Strecke und konnte das Warm-up auf P1 beenden – ein riesiger Motivationsschub!

In den darauffolgenden Qualifying Practices 1 und 2 ging es eng zur Sache. Ich konnte eine solide Pace fahren und qualifizierte mich schließlich für die Startaufstellung des ersten Heats auf einem vielversprechenden 4. Platz.

Gemischte Gefühle in den Heats

Der Heat 1 verlief leider nicht ganz nach Plan. In einem dicht gedrängten Fahrerfeld verlor ich im harten Positionskampf etwas an Boden und rutschte um einen Platz zurück, sodass ich den Lauf auf P5 beenden musste.

Doch das war nur ein kleiner Rückschlag. Ich habe mich sofort wieder fokussiert und konnte in Heat 2 voll angreifen. Die Pace war wieder da und ich sicherte mir einen starken 2. Platz. Genau diese Leistung konnte ich auch im Heat 3 abrufen, wo ich erneut als Zweiter über die Ziellinie fuhr und mir so eine großartige Ausgangsposition für das Finale sicherte.

Nervenkitzel pur im Finale

Das große Finale bot dann alles, was den CrossCar-Sport so faszinierend macht. Mein Start war solide, aber in der ersten Kurve war der Verkehr extrem dicht, sodass ich mich zunächst auf Position 4 einreihen musste.

Aufgeben war jedoch keine Option. Ich behielt einen kühlen Kopf, fand die Lücken und erkämpfte mir mit starken Manövern Platz 3 zurück. Was dann folgte, war ein extrem harter, aber fairer Zweikampf mit meinem direkten Konkurrenten. Meter um Meter setzten wir uns unter Druck, bis ich mich schließlich durchsetzen konnte und mir den 2. Platz sicherte!

Sprung in der Meisterschaft

Dieser hart erkämpfte zweite Platz am Ende des Tages fühlt sich unglaublich gut an. Noch wichtiger ist jedoch der Blick auf die Gesamtwertung: Durch die wertvollen Punkte aus Vilkyciai rücke ich in der European CrossCar Championship nun auf P3 in der Meisterschaft vor!

Ein riesiges Dankeschön an mein Team und alle Unterstützer – die harte Arbeit zahlt sich aus. Der Fokus liegt jetzt voll auf dem nächsten Rennen. Wir greifen weiter an!

  

Matschenberg: Fast der perfekte Tag für den Sieg 

Manche Rennwochenenden schreiben Märchen. Meines in der Offroad Arena Matschenberg hat fast eins geschrieben – bis zur letzten Kurve der letzten Runde. 

Zweimal Bestzeit: Ein starkes Zeichen für die Konkurrenz 

Es begann genau so, wie man sich einen Renntag wünscht. Im Warmup setzte ich direkt die schnellste Zeit aller Fahrer – ein klares Signal an die Konkurrenz, dass an diesem Tag an mir kein Weg vorbeiführen würde. Und damit nicht genug: Auch im Qualifying Practice 2 stand am Ende mein Name ganz oben auf der Zeitenliste. Zweimal Bestzeit, zweimal das Gefühl, dass Auto, Strecke und Fahrer eine perfekte Einheit bilden. Der Lifelive TN11 lag wie auf Schienen, jeder Bremspunkt saß, jede Kurve passte. 

Die Heats: Konstanz auf höchstem Niveau 

In Heat 1 ließ ich der Bestzeit Taten folgen und fuhr einen kontrollierten Sieg nach Hause. Vorne raus, Rhythmus gefunden, keine Fehler – genau so muss das aussehen. 

In Heat 2 und Heat 3 wurde es enger, aber ich blieb dran: zweimal Platz zwei, zweimal wertvolle Punkte und – fast noch wichtiger – das Vertrauen, dass die Pace über die gesamte Renndistanz da ist. Kein Ausrutscher, keine Schwächephase. Genau die Konstanz, die am Ende Meisterschaften entscheidet. 

Das Finale: ein sicheres Podium – bis zur letzten Kurve 

Dann das Finale. Ich lag von der ersten bis zur vorletzten Runde stabil auf Platz drei – sauber, kontrolliert, das Podium fest im Griff. Der dritte Platz war zum Greifen nah. Ich musste ihn nur noch über die Ziellinie bringen. 

Letzte Runde. Letzte Kurve. Und dann das, womit kein Fahrer rechnet und niemand rechnen sollte: Ein Konkurrent schoss mich ab. Kein Zweikampf auf Augenhöhe, kein faires Rad-an-Rad – einfach abgeräumt, wenige Meter vor dem Ziel. Aus einem sicheren dritten Platz wurde Platz neun. In einem einzigen Moment vom Kampf ums Podium ganz nach hinten durchgereicht – und das an einer Stelle, an der ich selbst rein gar nichts mehr ändern konnte. 

Dass der Verursacher für sein Manöver die schwarze Flagge kassierte, ist ein schwacher Trost. Es bringt die Sekunden nicht zurück und das Podium erst recht nicht. Aber es zeigt: Die Rennleitung hat genau gesehen, was passiert ist – und es klar benannt. 

Das Fazit: Kopf hoch, Blick nach vorne 

So bitter das Ende war – ich nehme von diesem Wochenende mehr mit, als die letzte Kurve mir genommen hat. Zwei Bestzeiten, ein Heat-Sieg, zwei zweite Plätze: Die Pace war an diesem Tag die beste im Feld. Das weiß ich, das weiß die Konkurrenz, und das werden die Ergebnisse schon bald wieder zeigen. 

Unterm Strich steht am Ende des Tages Platz drei in der Meisterschaft. Mitten im Titelkampf, mit dem Speed, der nötig ist, um ganz nach vorne zu fahren. Matschenberg hat mir ein Podium gestohlen – aber nicht den Schwung. 

Auf zur nächsten Runde. 


Rennbericht: Emotionale Achterbahnfahrt bei der European Crosscar Championship in Frankreich

Datum: 17. – 19. Juli Ort: Autocross St. Georges de Montaigu, Frankreich Meisterschaft: European Crosscar Championship
Ein Wochenende voller Höhen und Tiefen liegt hinter uns. Beim Lauf zur European Crosscar Championship im französischen St. Georges de Montaigu haben wir gezeigt, dass wir ganz vorne mitfahren können – auch wenn uns am Ende ein bitterer Rückschlag den verdienten Sieg gekostet hat.

Holpriger Start, starkes Comeback im Qualifying

Das Wochenende begann am Freitag zunächst etwas durchwachsen. Im Qualifying 1 fanden wir noch nicht den perfekten Rhythmus und mussten uns mit Platz 8 zufriedengeben. Doch wir haben die richtigen Schlüsse gezogen: Im Qualifying 2passte dann alles zusammen. Mit einer perfekten Runde sicherte ich mir Platz 1, was mir gleichzeitig die Pole-Position für das erste Heat einbrachte.

Konstante Pace in den Heats

Die Vorläufe zeigten, dass unser Speed an diesem Wochenende absolut stimmte:
Heat 1: Von Platz 1 gestartet, konnte ich die Position souverän verteidigen und als Erster durchs Ziel fahren.
Heat 2: Wieder ein starkes Rennen, das ich auf einem hervorragenden 2. Platz beendete.
Heat 3: Mit einem soliden 3. Platz sicherten wir uns eine exzellente Ausgangsposition für das große Finale.

Das Finale: Ein Traumstart und die Ernüchterung

Im Finale ging ich von Startplatz 2 ins Rennen. Nach einem absoluten Traumstart konnte ich mir direkt in der ersten Kurve die Führung schnappen. Die Pace war unglaublich, ich gab die Führung nicht mehr aus der Hand und überquerte als Erster die Ziellinie!
Die Freude war grenzenlos: Für 30 Minuten durfte ich den Sieg genießen, inklusive Siegerehrung und Podiumszeremonie. Doch dann kam bei der technischen Nachuntersuchung der große Schock: Auf der Waage fehlten uns exakt 6 Kilo zum Mindestgewicht.
Es folgten lange und nervenaufreibende Diskussionen mit den Stewards. Dank der großartigen Unterstützung und dem Einsatz von lirelive konnten wir das Schlimmste verhindern. Die Stewards zeigten Verständnis für die Situation und entschieden sich gegen eine komplette Disqualifikation (was Platz 132 bedeutet hätte). Stattdessen wurde ich auf Platz 10zurückgestuft.

Schadensbegrenzung und Ausblick

Diese Strafe bedeutet zwar wichtige Punkte, aber leider auch, dass ich in der Meisterschaftswertung von P3 auf P4abgerutscht bin.
Das Fazit des Wochenendes: Auch wenn das Ergebnis am Ende auf dem Papier nicht den Sieg widerspiegelt, den wir auf der Strecke eingefahren haben, nehmen wir unheimlich viel Positives mit. Die pure Pace war da, wir waren das schnellste Auto im Feld und haben bewiesen, dass wir Rennen gewinnen können.
Der Frust ist mittlerweile in absolute Motivation umgeschlagen. Wir blicken nach vorne und greifen beim nächsten Rennen in Ungarn wieder voll an!